Stimmen aus der Fachwelt

  1. Juli 2017, 21:53 Uhr

recherche femme de menage en tunisie Starnberg Ein Hauch von Hendrix

Die „Geschichte der Welt in neun Gitarren“ begeistert die Zuhörer

ligar para numeros fixos gratis Von Silvia Böhm-Haimerl, Starnberg

1969, es regnete und regnete. Die meisten der ursprünglich 400 000 Besucher waren schon nach Hause gegangen. Erst spät in der Nacht, als nur noch knapp 30 000 Besucher im Schlamm von Woodstock ausharrten, hatte Jimi Hendrix seinen Auftritt: Auf der E-Gitarre spielte er seine Interpretation der US-Nationalhymne. Er rebellierte gegen den Vietnamkrieg indem er die Melodie so verfremdete, dass Kriegsszenen hörbar wurden. Der Auftritt des 27-Jährigen, der nur 13 Monate später sterben sollte, wurde zur Legende.

Am Sonntag ließ das Gitarrenduo Christian Gruber und Peter Maklar diese unvergessliche Version von „Star Spangled Banner“ bei der musikalischen Lesung „Eine Geschichte der Welt in neun Gitarren“ in der Schlossberghalle wieder aufleben. Ebenso wie Hendrix entlockte auch Maklar seiner E-Gitarre das tiefe Brummen der Fliegerangriffe, das zu einem ohrenbetäubenden Lärm anschwillt, die Maschinengewehrsalven oder das Gewitter des Bombenhagels. Es war Höhepunkt einer grandiosen Premiere, bei der die Spieltechnik der Weltklasse-Virtuosen Gruber und Maklar sowie die einfühlsame Erzählkunst des Schauspielers Udo Wachtveitl einen ausdrucksstarken Dialog bildeten. Das sichtlich ergriffene Publikum spendete stehend Applaus. Bei der Veranstaltung zum Finale des Starnberger Schlossfestes gab es nur einen Wermutstropfen: Die Künstler hatten schlicht vergessen, eine Zugabe einzuüben. Die enttäuschten Zuschauer mussten sich am Ende mit der Versicherung von Wachtveitl begnügen, dass die Zugabe beim nächsten Auftritt nachgeholt werden soll.

Der frühere Inhaber der Starnberger Bücherjolle, Ole Schultheis, hatte die Künstler zusammengebracht und die „Geschichte in neun Gitarren“ von Érik Orsenna und Thierry Arnoult bearbeitet. Seiner Bühnenbearbeitung waren mühselige, monatelange Verhandlungen mit dem französischen Verlag vorausgegangen. Zudem ist der nicht nur als Tatort-Kommissar bekannte Wachtveitl so ausgebucht, dass es ein Jahr dauerte, bis ein gemeinsamer Probetermin der Künstler zustande kam. Doch der Schauspieler habe den Text sofort intus gehabt, schwärmte Schultheis. Es war Wachtveitl anzusehen, dass ihm die Lesung ein besonderes Anliegen war: Er schlüpfte in die verschiedenen Rollen und hauchte ihnen mit differenzierter Mimik, Gestik und der Ausdruckskraft der Sprache Leben ein.

Obwohl Erzähler und Musiker nur drei Mal gemeinsam geprobt hatten, waren sie gut aufeinander eingespielt. Einfühlsam führten sie vom Ägypten der Pharaonen zu den Zeiten der Pest in Katalonien; von den Inkas in Peru, deren Welt von 182 Seefahrern zerstört wurde, zu den Sklaven, denen es bei Todesstrafe verboten war, ein Instrument zu spielen. Die Akteure warfen sich den Ball bei der sprachlichen und musikalischen Umsetzung des Erzählten gegenseitig zu.

 

 

27.10.14 Fränkische Landeszeitung

 

Kölner Stadt-Anzeiger, 7.4.14

mujeres solteras almeria Wahre Meister der Lautmalerei
Erftkreis-Zyklus II –  Zeitreise mit dem Gitarrenduo Gruber & Maklar

Da sie auf Einladung des rührigen Hürther Musikseminars bereits zum dritten Mal mit dabei waren, dürfen Christian Gruber und Peter Maklar schon zu den Stammgästen der Erftkreis-Zyklus-Konzertreihe gezählt werden. Für die Liebhaber des kunstvollen wie fingerfertigen Saitenspiels war es auch diesmal wieder eine wahre Freude, den bayerischen Gitarrenvirtuosen zuzuhören, die in Fachkreisen vor allem für ihr perfektes Zusammenspiel in den höchsten Tönen gelobt werden. Natürlich war der Rittersaal der Burg Gleuel restlos ausverkauft, denn es hat sich längst herumgesprochen, dass das historische Gemäuer ein wunderbares Ambiente für kammermusikalische Konzerte in intimer Atmosphäre bietet – vor allem dann, wenn dort ein so renommiertes Duo wie Gruber und Maklar aufspielt. Schon seit fast 30 Jahren machen die beiden Klassik-Gitarristen gemeinsame Sache.

Zum Auftakt servierten sie einen Klassiker aus ihrem breit gefächerten Repertoire, nämlich die berühmte Ouvertüre aus der Rossini-Oper „Der Barbier von Sevilla“. Als wahre Meister der Lautmalerei kamen die Künstler bei ihrer Interpretation des Albeniz-Stückes „Cordoba“ daher. Der musikalische Abendspaziergang durch die andalusische Stadt wirkt in der von Gruber und Maklar selbst erarbeiteten Gitarrenfassung mindestens ebenso betörend wie in der Originalkomposition für Klavier.

Gekonnt für sich selber zurechtgeschneidert haben die Saitenspieler auch einige der über 500 einsätzigen Cembalo-Sonaten von Domenico Scarlatti. „Es ist eigentlich ganz einfach, man muss nur die Hände auf zwei Gitarren verteilen“, scherzte Christian Gruber, um anschließend mit seinem Mitspieler in teilweise rasantem Tempo traumhaft sicher durch die verschachtelten barocken Fugen zu eilen.

Aber auch auf dem Feld der zeitgenössischen Gitarrenmusik fühlt sich das Duo wohl. Eindrucksvoll zu hören war dies vor allem in der dreisätzigen Komposition „Phares“ nach einer Novelle von Jules Verne. Der italienische Komponist Paolo Devecchi hat das Stück über den Widerstreit von Gut und Böse vor einigen Jahren eigens für Gruber und Maklar geschrieben. Ein weiteres Glanzlicht setzten sie mit dem rhythmisch und harmonisch sehr komplexen „Byzantinischen Thema mit Variationen“ von Dusan Bogdanovic (geboren 1955). Die Komposition verschmilzt Elemente der Balkan-Folklore mit arabischen Klängen und lässt Raum für freie Improvisation.

Stücke von Heitor Villa-Lobos und Astor Piazzolla rundeten die Zeitreise vom Barock bis zur Gegenwart gediegen ab.

 

concertino 1/2014
http://mgccmc.com/?mechvrykax=uomo-con-sole&45b=36 Aus „Bewährtes weiterführen und schätzen…“ von Dieter Kreidler
Duo-Konzert mit Gruber&Maklar
Der Sonntagabend war ausgewiesen als Duo-Konzert. Wegen des leider krankheitsbedingten Ausfalls des Melis-Duos konnte kurzfristig das Duo Gruber&Maklar verpflichtet werden (eine organisatorische Meisterleistung bei den engen Tourneeplanungen).

Diese beiden überaus sympathischen Musiker hatten in bewährter Klang- und Zusammenspielkultur schnell die Ohren und Herzen des Publikums erreicht und versprühten aus dem „Vollen musizierend“ feinste sinnliche Magie.

Da kam Herr Giuliani noch mal ganz anders daher. Zum Beispiel in seinem unbestritten genialen Arrangement zu Rossini´s Ouvertüre „Barbier von Sevilla“. Edel strukturiert folgten die zwei Scarlatti Sonaten und dann der mutige Ausflug in die Tiefen Mozart´scher Gefühlswelten im „Lacrymosa“ aus dem Requiem KV 626. Hier muss ich einschränkend sagen: Es ist „fast“ egal, was die Beiden spielen; denn sie spielen so hinreißend schön, aber die klangliche Dimensionen der originalen Instrumentation dieses Meisterwerks der Tonkunst stößt dann doch mit 2 Gitarren meines Erachtens an ästhetische Grenzen. Nun gut – es war sicher ein Experiment und fein gespielt haben sie es allemal.

Richtig fetzig wurde es dann bei Dusan Bogdanovics „Sonata Fantasia“. Eine schier unglaubliche Leistung haben die beiden da vollbracht, denn das kompositorisch überaus komplexe Werk strotzt nur so von technischen und rhythmischen „Gemeinheiten“ – sie wurden großartig gemeistert. Hinzu kommt, das im Plauderton der Moderation herauskam, dass sie das Stück eigentlich nicht mehr im aktuellen Repertoire führen, es aber für die „ligita“ einfach mal wieder kurzfristig aus- und angepackt haben. – Sensationell!

 

 

Oberbayerisches Volksblatt, 13.11.12
Die hohe Kunst des Gitarrespiels
Konzert von Gruber und Maklar bei „Saitensprünge“

Von Julia Binder

Zwei Gitarren, zwei geniale Musiker, ein brillantes Konzert – das Duo Gruber und Maklar begeisterte beim Internationalen Gitarrenfestival „Saitensprünge“ im Bad Aiblinger Kursaal.

Christian Gruber und Peter Maklar blicken auf mehr als zwanzig Jahre erfolgreiche Tourneetätigkeit zurück, doch sie sind ihres Daseins als Duo noch immer nicht überdrüssig, im Gegenteil. Die beiden präsentierten im Kurhaus in Bad Aibling die hohe Kunst des klassischen Gitarrenspiels.

Es ist faszinierend, mit welch technischer Perfektion Christian Gruber und Peter Maklar ihre Gitarren beherrschen. Doch noch viel beeindruckender an diesem Duo ist, dass all die Technik verschwindet hinter gefühlvoller, anrührender Musik. Die beiden Gitarristen verleihen jedem ihrer Töne Ausdruck, sie interpretieren ihre Stücke stilsicher und voll tiefster Hingabe, leben die Musik. Genial, wie zart sie die Saiten ihrer Instrumente zupfen: Bei den leisen, weicheren Passagen der Stücke hört man fast keinen Anschlag mehr, sondern nur noch gefühlvolle Klänge. Doch laut und temperamentvoll können sie ebenso wie jede Nuance zwischen den Extremen.

Kurze Blickkontakte genügen für eine perfekte Abstimmung, ansonsten scheinen sie den Rhythmus ihres Partners bereits zu spüren. Ihr Zusammenspiel ist harmonisch und von tiefem Verständnis für die Musik geprägt. Die beiden Gitarristen bewegen sich sicher durch mehrere Epochen. Barocke Sonaten von Domenico Scarlatti spielen sie ebenso authentisch wie das Präludium g-Moll BWV 867 von Johann Sebastian Bach, klassische Lieder des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos oder zeitgenössische Musik von Paolo Devecchi.

Die Musiker nehmen das Publikum mit auf einen nächtlichen Spaziergang durch die andalusische Stadt „Cordoba“ beim gleichnamigen Stück von Isaac Albéniz und sie lassen die Zuschauer teilhaben an einer wahnwitzigen Hexenaustreibung bei mehreren Sätzen aus Manuel de Fallas „El Amor Brujo“.

Dass zwei Instrumente ohne Probleme die musikalische Vielfalt eines gesamten Orchesters abdecken können, beweisen Maklar und Gruber mit der Ouvertüre zu Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“, arrangiert von Mauro Giuliani.

Grubers charmante Ansagen zu den Stücken rundeten das Programm stimmungsvoll ab. „Einfach fantastisch“ war der Abend mit Peter Maklar und Christian Gruber im Kurhaus in Bad Aibling – da waren sich die Zuschauer einig.

 

 

Die Rheinpfalz, 05.03.2012
Ein Saitenvergnügen

Das Gitarrenduo Christian Gruber und Peter Maklar in der Villa Ludwigshöhe

Einst waren Christian Gruber und Peter Maklar Stipendiaten der Villa Musica – nun kehrten die beiden Gitarristen als Meister ihres Fachs zurück und bescherten dem Publikum auf Schloss Villa Ludwigshöhe ein konzertantes Saitenvergnügen höchster Güte zum Auftakt für das Jubiläumsjahr der Konzertreihe „Musik in Burgen und Schlössern“.

Selten ist klassische Gitarrenmusik in so klangvoller Reinheit, technischer Reife, interpretatorischer Ausgewogenheit und ungekünstelter Klarheit zu hören. Dabei gab es viele Höhepunkte in einem klug konzipierten Programm, das den Bogen von originaler Gitarrenliteratur bis zu eigenen Arrangements spannte und Mauro Giuliani als galanten und formvollendeten Vermittler zwischen Urform und Bearbeitung einsetzte. Wie unglaublich lebendig, facettenreich und wohl austariert sich die Klangfülle eines Sinfonieorchesters auch in zwölf Gitarrensaiten verweben und vernetzen kann, zeigte sich in der sinnlichen, gleichwohl spritzigen Wiedergabe seiner Transpriktion von Rossinis „Barbier“-Ouvertüre und später – nun mit verhaltenen, zurückgenommenen, die „Milde“ des römischen Herrschers unterstreichende Eigenschaft – in Mozarts „Titus“. Diesen effektvollen Opernbearbeitungen Giulianis stellten Gruber und Maklar drei romantische Stimmungsbilder aus Caspar Joseph Mertzs „Neun Stücken für zwei Gitarren“ gegenüber, die in ihrer innigen Formsprache und bewegten Ausgestaltung mit ruhigem Duktus vom „Kummer am Grabe der Geliebten“ und einem klösterlichen „Vespergang“ erzählten, aber auch die drängenden, wallenden „Unruhe-Zustände eines bewegten Seelenlebens“ offenbaren. Dass Gruber und Maklar ihre Instrumente nicht nur virtuos beherrschen und sie in den Dienst einer erlesenen Klangkultur stellen, sondern auch viel Sinn für Melodieentwicklung und Merkgestaltung haben, bewiesen sie auch bei ihren eigenen Arrangements.
Leicht und fließend, tief auslotend, doch ohne Effekthascherei gerieten ihre Interpretation zweier Präludien aus Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ zur wahren Offenbarung und die Wiedergabe von vier Cembalo-Sonaten Domenico Scarlattis zu einer traumwandlerisch eleganten, zugleich der spanischen Folklore anverwandten Festmusik. Selbstredend wurden bei diesem Konzert, das für den Rundfunk mitgeschnitten wurde, auch spanische Kompositionen bedient: Mit zwei spannungsgeladenen Präludien aus Castelnuovo-Tedescos „Wohltemperierten Gitarren“ und die Fallas „El amor de brujo“ – einer überaus temperament- und wirkungsvollen Geschichte um eine „Zigeunerin“, die in wortwörtlich feurigem Tanz den unheimlichen Geist ihres verstorbenen Mannes austreiben will. Christian Gruber und Peter Maklar haben diese berühmte „Gitaneria“ zu einer viersätzigen „Suite“ verarbeitet, die sich in steigernder Dynamik und irrlichternder Erregtheit aus düsterer Atmosphäre („danza del terror“) zum befreienden „Feuertanz“ katapultiert und den Gitarristen auf ihren Instrumenten raffinierte rhythmische und klangsymbiotische Gestaltungsfreiräume schenkt.

Dass die beiden Musiker, die mit Werken Gerhwins und Heitor Villa-Lobos auch poetischere und melancholischere Töne anzustimmen wussten, nach einem solch furiosen Konzertausklang mit Zugabewünschen bedrängt wurden, versteht sich. Dass sie dabei einen bekannten Tango von Albéniz und den „Müllertanz“ von De Falla so frisch und unverbraucht interpretierten als höre man die Tänze neu, unterstrich einmal mehr ihren Anspruch und ihre Klasse. (ttg)

 

 

Pfälzischer Merkur, 15.10.2011

….“Sie sind das Maß der Dinge, die beiden Gitarrenspieler Gruber und Maklar. Wie schon bei ihren Auftritten zuvor, begeisterten sie gestern Abend das Zweibrücker Publikum mit „Talking Trees“, das der Münchener Komponist Enjott Schneider schuf (…)
Die große Stärke der beiden Künstler ist ihre lyrische Interpretationsweise und das zelebrierten sie auch bei ihrem Besuch in der Rosenstadt. Ganz und gar ungekünstelt, wie aus dem Moment geboren, dabei abgestimmt bis in die letzten Feinheiten des Klangs und der Agogik. Hochästhetisch, dennoch nie in Schönheit erstarrend, so verzauberten sie das Publikum, in dem sich auch viele junge Zuhörer wohlfühlten. Temperamentvoll und gepfeffert, wo nötig, aber keine Sekunde dem bloßen Geschwindigkeitsrausch auf den zwölf Seiten ihrer Instrumente ergeben, das macht die beiden Künstler zu dem, was sie in der Fachwelt längst sind – Könner ihres Fachs. Von virtuoser Harmonie ist bei ihnen die Rede, diesen Beweis vermochten sie auch gestern Abend anzutreten…..“

 

Rhein-Neckar-Zeitung, 19.7.11

„….Gruber & Maklar spielen als Duo förmlich in einer eigenen Liga; selten hört man ein so geschlossenes, bis in kleinste rhythmische Details perfekt aufeinander abgestimmtes Team. Dazu ein Ton von unglaublicher Kraft, wunderbarer Wärme und feinem Vibrato bei beiden. Da scheint es niemals Uneinigkeit im gemeinsamen Empfinden der Musik zu geben, denn sie können mit traumwandlerischer Selbstverständlichkeit jene atemberaubende musikalische Freiheit genießen, die ihr Spiel zu etwas ganz Besonderem macht…“